Ecuador Küste

Nationalparks

geschützt ~ bizarr ~ uralt
Machalilla - Puyango

Machalilla Nationalpark, Grabstätten in Agua Blanca
Machalilla Nationalpark, Grabstätten in Agua Blanca

In Ecuador sind viele Naturräume zu Schutzgebieten erklärt worden. Zu recht! Denn die Landschaften, die hiesige Tier- und Pflanzenwelt und das dazugehörige Ökosystem sind einzigartig, fragil und damit anfällig. 

In den Nationalparks sind Gäste immer willkommen, doch es gelten auch hier Regeln, die einzuhalten sind. In einigen Parks kann man sich auf eigene Faust bewegen, in anderen nur in Begleitung eines Nationalparkführers.

NATIONALPARK MACHALILLA

In der Provinz: Manabí, an der Pazifikküste

Parkgründung: 26. Juli 1979

Fläche: 55.059 Hektar

Höhe: 0 – 850 Meter (über dem Meeresspiegel)

Im Nationalpark Machalilla - ganz nah am Meer
Im Nationalpark Machalilla – ganz nah am Meer

Beschreibung: Der Park befindet sich in der Provinz Manabi, unmittelbar in der Nähe des Fischerdorfes Puerto López. Das Klima und die einmalige Vegetation des Nationalparks werden maßgeblich von den Konvergenzen des kühlen Humboldtstroms und den wärmeren Panamaströmen an der Küste Ecuadors beeinflusst. Dieses Phänomen ist der Grund für die beiden klar einteilbaren Klimazeiten: die Regenzeit von Januar bis Mai und die Trockenzeit von Juni bis Dezember.

Machalilla hebt sich besondere durch die unverwechselbare und bedeutsame Tier- und Pflanzenwelt hervor. Der Park schützt den sehr kleinen Teil des noch verbleibenden Tropischen Trockenwaldes in Südamerika. Es gibt im Park ein Museum über die prä-kolumbische Geschichte Ecuadors und ganz Südamerikas. Besucher können hier mehr über die wichtigsten Kulturen der ecuadorianischen Küste erfahren, wie z.B. die der ältesten in Südamerika, die Valdivia Kultur.

Machalilla ist einer der am häufigsten besuchten Nationalparks in Ecuador. Er umfasst auch die “Isla Salango” und die “Isla de la Plata” (Silberinsel), ebenso wie andere kleine Inseln. Auf diesen Inseln leben viele Tiere, die üblicherweise auf den Galapagos Inseln vorkommen, wie der Blaufußtölpel, verschiedene Pelikane und Möwen. In den Monaten Juni und September können die Besucher auch Wale und Delphine beobachten. Darüber hinaus sind mehr als 200 Tierarten bekannt, inbegriffen Küstenpapageien, Seevögel, Hirsche, Affen, Leguane, Schlangen und Ameisenbären.

Schnorcheln, aber auch Tauchen ist Nahe der “Isla de la Plata” sehr zu empfehlen. Wer gerne wandert, kommt auch auf seine Kosten. Hauptattraktion ist aber sicherlich die Beobachtung der sich hier paarenden und kalbenden Buckelwale von Juni – September. Wir unterbreiten Ihnen gerne einen Reisevorschlag mit Besuch des Nationalparks Machalilla.

NATIONALPARK PUYANGO

In der Provinz: El Oro, Loja, im Übergang von Hochland zu Pazifikküste

Parkgründung: 9. Januar 1987

Fläche: 2.695 Hektar

Höhe: 250 – 750 Meter (über dem Meeresspiegel)

Nationalpark Puyango, der versteinerte Wald
Nationalpark Puyango, der versteinerte Wald

Beschreibung: Der „versteinerte Wald von Puyango“, circa 240 Kilometer südwestlich von Loja entfernt, liegt zwischen 360 und 500 Metern über dem Meeresspiegel, die durchschnittliche Tagestemperatur beträgt 22,5 C°. Viele der fossilen Versteinerungen, die Sie hier in Puyango finden, sind vergleichbar mit denen des Nationalparks Petrified Forest in Arizona, USA. Einige der hier entdeckten Exemplare können bis zu 100 Millionen Jahre zurückdatiert werden.

In dieser Gegend wachsen verschiedene einheimische Bäume, wie die mehrere Millionen alten Araukarien (biologisch: arancau-rioxylon), die das Erbe von Puyango in ihren Baumrinden wahren. Reichlich vorhanden sind hier außerdem die Petrinobäume (biologisch: bombacaceae). Einige von ihnen erreichen ein Alter von über 200 Jahren und eine Höhe von mehr als 20 Metern.

Die perfekte Reisezeit für einen Parkbesuch ist während der Trockenzeit von Mai bis Dezember. In der Regenzeit fallen in dieser Umgebung um die 900 Millimeter Niederschlag, wodurch sich die Landschaft deutlich verändert. Nach heutigem Wissensstand befand sich in der Gegend von Puyango früher ein Meer. Beweise hierfür finden sich in den beeindruckenden Meeresfossilien, die hier entdeckt wurden. Nachdem das Meer ausgetrocknet war, fanden über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren unzählige Tiere und Pflanzen ein neues Zuhause. In der Folge natürlicher Umweltkatastrophen wurden diese jedoch unter den Erdmassen begraben und liegen uns heute als fossile Versteinerungen vor. Nach Millionen von Jahren deckten geologische Verschiebungen diese einmaligen fossilen Schätze auf. Die Versteinerungen helfen, die unterschiedlichen Lebensformen vergangener Zeit Epochen zu deuten. Die Fossilien reichen von 60 bis zu 500 Millionen Jahren zurück, die Pflanzen und Tiere sind zum Großteil bereits ausgestorben. Ein Besuch dieses einmaligen Nationalparks nimmt Sie mit in eine Welt vor unserer Zeit. Ebenso unvergesslich bleibt die beeindruckende Landschaft des “versteinerten Waldes von Puyango”.

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