September/Oktober 2018

Kehm

PERU BOLIVIEN CHILE im SEPTEMBER/OKTOBER 2018

Vorbemerkung: Meine Frau und ich wir waren vom 23. 9. bis 20.10.2018 vier Wochen in Peru, Bolivien und Chile unterwegs; zu zweit mit Fahrer und deutschsprachigen Guides. Wir waren schon viel unterwegs, auch mit Reiseorganisationen, aber das war die bestorganisierte, perfekt geplante Reise. Besser gehtś nicht. Beratung vor und während der Reise im übertragenen Sinne mindestens drei Michelin-Sterne für Thomas Vogel: für sein Wissen, seinen Reiseaufbau und seine Geduld. Das klingt ziemlich pathetisch, ist aber wirklich nicht übertrieben.

Hier nun der Bericht, der vielleicht für ähnliche Reiseplanungen hilfreich ist: Bei der Flugplanung unbedingt darauf achten, mit welcher Airline man fliegen will. Am besten auch noch den Flugzeugtyp ausfindig machen. Wir haben bei Iberia gebucht, die Mitglied der oneworld-Alliance sind. Mit Iberia sind wir von Basel nach Madrid geflogen. War ok. Mit Latam sind wir von Madrid nach Lima geflogen – Horrortrip mit schlechten, viel zu engen Sitzen ohne Beinfreiheit. Zurück sind wir von Santiago de Chile nach London geflogen mit British Airways in einer Boing. Diesmal beim Notausgang, d.h. mit viel Beinfreiheit – dafür waren die Sitze genauso schlecht wie bei Latam. Von London nach Basel wieder British Airways, diesmal per Airbus – sehr bequem. Dringende Empfehlung: mindestens premium economy buchen. Auf die paar hundert Euro kommts bei so einer Reise auch nicht mehr an.

Lima: Hotel Dazzler: gut– etwas abseits. Man kann dort nicht viel machen. Empfehlenswert: Amano-Textilmuseum ganz in der Nähe vom Hotel. Direkter Weiterflug sinnvoll. Am Flughafen eigener Cusco-Terminal, jede halbe Stunde ein Flug – man braucht deshalb eigentlich kein Hotel.

Valle sagrada: Hotel Recoleta – sehr schön und beschaulich. Ein ganzer freier Tag in Urubamba ist vielleichtdoch zuviel. Ausflüge Pisac, Ollantaytambo, Machu Picchu sind sehr schön– wenn auch Machu Picchu meines Erachtens etwas überhöht und touristisch stark überlaufen ist – das grenzt an Massentourismus. Fahrt im Panoramazug sehr schön, leider Hinfahrt im Regen. Modeschau auf der Rückfahrt ist ein gelungener gag. Die angebotenen Stücke gab es in Cusco dann viel günstiger.

Hotel in Aguas Calientes el Mapi – sehr hipp, Zimmer 101 nicht so toll- sehr nahe an der Bar und sehr, sehr hellhörig, keinerlei Schalldämmung zum Flur oder nach außen. Ist aber nicht sooo dramatisch, weil man auf dem Weg zum Machu Picchu sowieso um 4 aufsteht. Die Busse fahren ab 5.30, anstehen spätestens um 5, sonst wartet man ewig.

Cusco eine sehenswerte Stadt, Freier Tag leider am Sonntag –da sind die Museen geschlossen. Darauf sollte man achten. Wenn man Kleidung kaufen möchte, dann in Cusco – dort gibts die beste Qualität aus Baby-Alpaka zu sehr guten Preisen. Hotel Mercado: gut gelegen, schönes Ambiente, alles Andre leider kleine Kathastrophe–aber sie waren kulant. Unser Guide Israel Mendoza sehr informativ und gut, toller Inka-Kenner.

Cusco – Puno: sehr interessante komfortable Busfahrt, guter guide. Sicher viel besser als Bahn. Puno Hotel Sonesta gut, direkt am Titikakasee. Auf der Wiese davor tummeln sich die Meerschweinchen.

Schwimmende Inseln von Uros interessant aber ein touristischer Folklore-gag, wenn man da deren Tracht anlegen muss für ein Foto mit der Chefin. Danach ist man quasi in der Pflicht, etwas zu kaufen. Anschließend wird man gedrängt, eine Fahrt mit einem Schilfboot zu machen. Das wird aber von einem Motorboot geschoben. – für uns kein Muß.

Puno-Copacabana-transfer mit Linienbus unproblematisch. Hotel Rosario del Lago sehr schön, erholsam– mit Blick auf den kleinen Hafen Sonneninsel sehr schön. Guide hieß Franz – ein Glücksfall, bei uns bis zur chilenischen Grenze. Besser gehts nicht. Hat gesagt, dass er aufhört, weil er studieren will – leider.

La Paz Wahnsinns.Stadt. Zum Glück hatten wir diesen Füher, der dort wohnt – klasse. Hat uns tolle Stellen gezeigt. Hotel Real Plaza leider ein flop: Pompöse lobby, leider nur dort. Wird angekündigt mit Heizung/Klimaanlage. Die Klimaanlagegibt es nicht, dafür lässt sich die Heizung nicht abstellen. Luftaustausch nur über offenen Fensterschlitz und das ist dann Strassenlärm pur, sehr viele Knatterenduros und unzählige Minibusse. Wifi geht im Zimmer, in der Lobby nicht, da muß man sich neu einloggen – seltsam für so ein angebliches super Hotel.

Sucre: Schöne, angenehme Stadt. Hotel Samary wunderschön !!!

Potosi Münzmuseum interessant – alles Andre kann man sich sparen – da waren wir zu lang. – schnell weiter wäre besser. Uyuni Salzhotel umwerfendes Erlebnis. Ein Jammer, dass man da nicht so einfach mal für ein Wochenende hinkommt. Salzwüste unglaublich beeindruckend. Anschließende Fahrt Richtung Chile phantastisch. Eine Vulkankulisse gigantisch. Lagunen mit unzähligen Flamingos in 4000m Höhe umwerfendes Naturerlebnis Die beiden Tayka-Hotels ok, mehr kann man in der Wüste nicht erwarten. Toll, dass es da überhaupt Hotels gibt. Grenzübertritt nach Chile sehr speziell bei der Pass- und Gepäck-Kontrolle – Geduld gefragt., das Gepäck wird durch und durch gefilzt.

S.P.d.A. San Pedro de Atacama: Hotel Poblado Kimal sehr schön. Stadt hat am Abend etwas den Charme von Mallorca: Menschenmassen wälzen sich durch die staubige Hauptstrasse Caracoles mit etlichen richtig lauten Musikkneipen bis weit nach Mitternacht. 4 Tage sind da zu lang. Besuch bei spaceobs haben wir privat gebucht – würde ich nicht nochmal machen. Der Franzose Alain Maury erzählt sehr viel, sehr informativ, launig, witzig, manchmal auch ironisch – aber man sieht eigentlich viel zu wenig in den etlichen Teleskopen, die dort stehen. Die Umgebung von S.P.d.A. ist eigentlich schon sehr interessant, wenn man aber von der Bolivianischen Wüste kommt, hat man das Beste schon erlebt. Dann reichen maximal 2 Tage.

Insgesamt eine Supertour – sehr zu empfehlen.

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